Dienstleistungen
Operation:
  • Die Operation wird in der Regel stationär in Vollnarkose durchgeführt.
  • Der Eingriff dauert inklusive Ein- und Ausleitung der Narkose ca. eine Stunde.
  • Die Operation wird durch den Mund durchgeführt, es entstehen also keine äusserlich sichtbaren Narben.
  • Die Gaumenmandeln werden mit der Kapsel aus dem Mandelbett entfernt, die Rachenmandeln mit einem Ringmesser abgetragen. Wir führen die Eingriffe mit dem herkömmlichen, bewährten Instrumentarium durch, d.h. mit Skalpell, Schere und Raspatorium sowie einer „Brennpinzette“ zur Verödung der zahlreichen Blutgefässe im Mandelbett. Grundsätzlich gibt es auch andere Operationsmethoden z.B. mit dem Laser, welche jedoch aus unserer Sicht keine Vorteile für den Patienten bringen. Wichtig ist immer die Sorgfalt, die der Operateur walten lässt; dazu gehört vor allem eine gute Blutungskontrolle und eine komplette Entfernung des Mandelgewebes ohne die in der Nachbarschaft liegenden Strukturen zu verletzen.


Nach der Operation:
  • Während 6 Stunden postoperativ muss der Patient im Aufwachraum der Klinik durch geschultes Pflegepersonal überwacht werden, da in dieser Zeit die Gefahr des Auftretens von Komplikationen am grössten ist.
  • In der Regel empfehlen wir unseren Patienten zwei Übernachtungen in der Klinik.
  • Bereits am Operationstag können an den Mandeln operierte Patienten wieder Essen und Trinken. Allerdings treten zum Teil heftige postoperative Schmerzen auf, die mit Schmerzmitteln behandelt werden müssen.
  • Nach einer Rachenmandeloperation können Kinder während einer Woche nicht am Kindergarten- oder Schulbetrieb teilnehmen. Nach einer Gaumenmandeloperation ist mit einer zwei- bis dreiwöchigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen. Auf sportliche Aktivitäten sollte generell während einem Monat nach der Operation verzichtet werden.


Mögliche Komplikationen:
  • Die bekannteste Komplikation nach Mandeloperation ist eine Nachblutung, da das Operationsgebiet sehr gut durchblutet ist. Eine Nachblutung kann bereits am Operationstag bis zu 7 Tagen  (nach Rachenmandeloperation) respektive 14 Tagen (nach Gaumenmandeloperation) auftreten. Leichte Nachblutungen sind häufig und treten v.a. um den 4. und 7. postoperativen Tag auf, wenn sich die Fibrinbeläge (Krusten) im Bereich des Operationsgebiets lösen. Schwere Nachblutungen, welche eine Blutstillung in Narkose erforderlich machen, sind sehr selten (ca. 1%).
  • Postoperative Schmerzen treten in jedem Fall auf. Nach Operation der Rachenmandeln handelt es sich um leichte Schmerzen, die Entfernung der Gaumenmandeln verursacht umso stärkere Schmerzen, je häufiger es bereits zu Entzündungen gekommen ist. Aus diesem Grund leiden Erwachsene Patienten nach Mandeloperation viel stärker als Kinder.
  • Leichte Infektionen des Wundbettes sind häufig, da das Wundbett offen liegt und beim Essen und Trinken mit Bakterien in Kontakt kommen kann. Meistens verabreichen wir aus diesem Grund während einigen Tagen postoperativ ein Antibiotikum.
  • Ein Nachwachsen der Gaumenmandeln ist bei vollständiger Entfernung inklusive der Kapsel nicht möglich. Die Rachenmandeln sind nicht durch eine Kapsel vom angrenzenden Gewebe abgetrennt, sodass es auch bei sorgfältiger Operation zu Rezidiven kommen kann. Wir versuchen das Rezidivrisiko zu vermindern, indem die Adenotomie (Entfernung der Rachenmandeln) endoskopisch kontrolliert wird, d.h. durch den Einsatz von Optiken wird überprüft, ob auch wirklich alles Rachenmandelgewebe entfernt wurde.


Mandeloperation

Praxisgemeinschaft Gartenmatt
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